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24.01.2022

Wir gedenken einem der Gründer unserer Sozietät

Wir gedenken einem der Gründer unserer Sozietät

Wir gedenken einem der Gründer unserer Sozietät, Herrn Klaus Peter Möller, der nach einem langen und erfülltem Leben am 20.01.2022 im Alter von 84 Jahren von uns gegangen ist.

Klaus Peter Möller begann seine Tätigkeit als Rechtsanwalt 1965 in der Kanzlei seines Vaters und seines Onkels in Gießen. Im Jahr 1977 wurde er zum Notar ernannt. Aufgrund seiner profunden juristischen Kenntnisse erwarb er sich in kürzester Zeit den Ruf eines brillanten und erfolgreichen Rechtsvertreters und Beraters. Er war ein Meister des geschriebenen und gesprochenen Wortes, der sich - bei aller Härte in der Sache - stets in geschliffener Form des Floretts und nicht des Säbels bediente. Sein souveräner Stil verschaffte ihm bei Freunden wie Gegnern höchste Anerkennung.

Parallel zur Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar saß er für die CDU von 1977 an im Hessischen Landtag, dessen Präsident er von 1988 bis 1991 und von 1995 bis 2003 war. Trotz seiner dadurch starken zeitlichen Beanspruchung, übte er seinen Beruf als Rechtsanwalt und Notar weiter mit vollem Einsatz aus. 

Im Jahr 1999 führte die immer wichtiger werdende Spezialisierung auf dem Markt des Anwalts- und Steuerberatungsberufes zu einer Fusion der inzwischen auf vier Anwälte angewachsenen Möllerschen Kanzlei mit einer etwa gleich großen Kanzlei, die sich mit Wirtschaftsrecht, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung befasste. Die so entstandene Partnerschaftsgesellschaft Möller Theobald Jung Zenger wuchs in der Folgezeit kontinuierlich weiter und umfasst heute 36 Berufsträger:innen und über 100 Mitarbeiter:innen mit Standorten in Gießen, Frankfurt und Siegen. Klaus Peter Möller hat diese Entwicklung als einer der Gründungspartner maßgeblich geprägt und über viele Jahre begleitet.

Trotz seines großen politischen und beruflichen Erfolges hat er niemals eine herausgehobene Stellung oder Sonderrechte für sich beansprucht Er war dennoch der unangefochtene Primus inter Pares, unübertroffen in seiner souveränen Kollegialität und seinem sicheren Urteil. Führung hat er gelebt, nicht beansprucht.

Im Jahr 2003 beendete er aus Altersgründen gleichzeitig seine politsche und berufliche Tätigkeit.

Von Schicksalsschlägen blieb Klaus Peter Möller nicht verschont. Aber auch diese konnten ihn nicht davon abhalten, bis zuletzt ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Hinzu kam der nie abreißende Kontakt zu seinen Freunden und früheren Partnern von MTJZ, die er häufig als Besucher empfangen durfte. Sein Rat war, auch im Ruhestand, immer gefragt. 

Wir nehmen Abschied von einem großartigen Menschen, Vorbild und guten Freund.


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